Meine Haut ab 45: Warum ich begonnen habe, Pflege neu zu betrachten

Lange habe ich über meine Haut nicht besonders viel nachgedacht. Ich hatte meine gewohnten Produkte und Abläufe – bis ich bemerkte, dass diese Selbstverständlichkeit nicht mehr da war.
Meine Haut fühlte sich schneller trocken an, reagierte manchmal empfindlicher und schien plötzlich andere Bedürfnisse zu haben. Produkte, die lange gut gepasst hatten, fühlten sich nicht mehr richtig an. Gleichzeitig wollte ich nicht einfach nur noch mehr Cremes und Wirkstoffe verwenden.
Vielleicht kennst du das: Du denkst nicht unbedingt, dass deine Haut älter geworden ist. Du merkst vielmehr, dass sie sich anders verhält.
Pflege neu betrachten
Mit zunehmendem Alter und besonders in den Jahren der hormonellen Veränderung kann die Haut weniger Fett bilden und Feuchtigkeit schlechter bewahren. Wie deutlich wir das wahrnehmen, ist jedoch sehr verschieden.
Bei mir entstand daraus eine wichtige Frage: Muss ich meiner Haut wirklich immer mehr geben – oder braucht sie vielleicht weniger, dafür bewusster ausgewählte Pflege?
Ich begann, meine Gewohnheiten genauer anzusehen. Nicht mit dem Anspruch, jedes Zeichen des Älterwerdens verschwinden zu lassen. Ich wollte verstehen, was sich verändert hatte und was sich für mich heute noch stimmig anfühlt.
Weniger Produkte, mehr Wahrnehmung
Eine überschaubare Routine hilft mir, meine Haut besser wahrzunehmen. Wie fühlt sie sich nach der Reinigung an? Welche Textur ist angenehm? Und was verwende ich eigentlich nur noch aus Gewohnheit?
Haut ist individuell. Aber ich finde es sinnvoll, von Zeit zu Zeit ehrlich hinzuschauen: Braucht meine Haut dieses Produkt wirklich?
Hautpflege gehört für mich zum ganzen Leben
Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto weniger betrachte ich Haut nur als äußere Hülle. Sie nimmt Berührung, Wärme und Kälte wahr und steht in engem Austausch mit unserem Nervensystem.
Das bedeutet nicht, dass jede Hautveränderung durch Stress entsteht. Für mich bedeutet es, Pflege nicht völlig losgelöst vom Alltag zu sehen. Manchmal ist das Eincremen auch ein kurzer Moment, in dem ich innehalte und wahrnehme, wie es mir gerade geht.
Daraus entstand „HAUT – Samt & Seele“
Ich gehöre selbst zu den Frauen, für die diese Seite entstanden ist.
Mit HAUT – Samt & Seele möchte ich Haut, Lebensphase und Nervensystem gemeinsam betrachten – ehrlich, verständlich und ohne den Anspruch, immer jünger aussehen zu müssen.
Unsere Haut muss nicht wieder so werden wie früher. Aber wir können lernen, sie heute besser zu verstehen.
Wenn du weiterlesen möchtest
Wenn dich die Frage beschäftigt, ob reife Haut wirklich mehr Produkte braucht, lies hier weiter:
Braucht reife Haut wirklich mehr Produkte?
Wie konzentrierte Pflege sparsam verwendet wird, erkläre ich im Beitrag
Warum bei wasserfreier Pflege eine kleine Menge genügt.
Mehr über meine Sicht auf Berührung, Wahrnehmung und Stress findest du unter
Warum Haut und Nervensystem für mich zusammengehören.
Wie sich die Pflegeroutine in einer neuen Lebensphase anpassen darf, liest du hier:
Hautpflege darf sich mit uns verändern.
Wenn du die bewusst reduzierte Pflege kennenlernen möchtest, findest du hier weitere Informationen zur Pure Pflege.
Mehr zu Pure Pflege
Hinweis: Neu auftretende, starke oder anhaltende Hautveränderungen sowie entzündete, schmerzhafte oder auffällige Hautstellen sollten ärztlich abgeklärt werden.